Die  Sommer - Schule in Langeac vom 25. - 31. 7 1999
 
Deklaration von LANGEAC 
Grundsätze
1. Vater und Mutter haben den gleichen Status im Leben ihres Kindes, und folglich gleiche Rechte und Verantwortung.

2. Wenn Eltern sich nicht einigen können, sind den Kindern  gleiche Zeiträume zur Kontaktierung beider Elternteile einzuräumen.

3. Elternschaft ist ausschließlich durch die Beziehung zwischen Kind und Eltern begründet , nicht durch die Beziehung zwischen den Eltern. Kinder haben das Recht, beide Eltern zu kennen, so wie die jeweiligen Eltern das Recht haben, ihre Kinder zu kennen. . 


1. Die Interessen des Kindes 

a)  Kindesinteressen (Kindeswohl) werden nicht als vordefiniert betrachtet und stellen zu Eltern- und Familieninteressen eine separate Einheit dar, insbesondere zu denen, wie sie durch Behörden und Fachberufler definiert sind. Eltern handeln als Mittler zur interpretation der Interessen ihres Kindes ausgenommen in extremen Fällen des belegbaren Missbrauchs oder elterlicher Untauglichkeit.
b) Behörden und öffentliche Institutionen werden aufgefordert, hilfsbedürftige Familien und Familienmitglieder zu unterstützen. 
Ausser bei Scheidungsmissbrauch und schwerer Misshandlung des Kindes haben Behörden keinerlei Recht, dort zu intervenieren, wo die Eltern dieses nicht wünschen.
c) Das Kind hat das Recht,  jederzeit mit beiden Eltern zu kommunizieren.
d) Biologische Elternschaft ist bei Geburt des Kindes mittels eines DNA-Tests festzustellen. Nach jedem DNA-Test sind alle materiellen Beweise und Aufzeichnungen sofort zu vernichten, wenn das Ergebnis der Elternschaft  (oder Nichtelternschaft) feststeht.


2. Vertragliche Vereinbarungen zwischen Eltern

a) Eltern wird die Möglichkeit eingeräumt, bezüglich ihres Kindes und unter Wahrung dessen Interessen rechtsgültige Verträge über ihre individuellen Rechte und Pflichten abschließen zu können , z.B. können im Falle familiärer Trennung unter Zustimmung beider Vertragspartner vom gleichteiligen Regelfall abweichende zeitliche oder finanzielle Zuwendungen geregelt, oder Klauseln zum Ehegattenunterhalt eingefügt werden.
In diesem Bereich angesprochene Behörden und Institutionen sind zu beauftragen, entsprechend verwendbare Vordrucke und Vertragsformulare bereitzustellen um die Vertragsmodalitäten zu vereinfachen und die Vertragskosten zu minimieren.

b) Eltern haben Zugang zu Beratung und strukturierten Verträgen um in allen Fällen, sei es über Vermittlung oder  juristische Intervention, ein wirkungsvolles Instrumentarium  zur Formalisierung von Absprachen zu Zeitteilung, Aufgabenteilung, usw. zur Verfügung zu haben.


3. Respektierung der individuellen Handlungsfreiheit jedes Elternteils 

a)... wird nicht näher bestimmt - ausgenommen die Erwartung eines Minimums an elterlicher Kooperation. 
b) Geographische Trennung: Bei Umzug der Elternteile in größere Entfernung zueinander sind in Fällen der Uneinigkeit und der Situation, dass der freie Wille des Erwachsenen, dort leben zu können wo er möchte in Konflikt mit den Erfordernissen gedeihlicher Kindeserziehung steht, die dadurch  entstehenden größeren Probleme, wie  hohe Fahrtkosten,  erschwerte Kontaktpflege, Eltern - Kind - Entfremdung, unter Berücksichtigung der Faktoren Arbeitsplatz und beruflicher Flexibilität behördlich zu regeln, um unter Wahrung paritätischer Grundsätze eine dem Rechtsanspruch des Kindes auf beide Eltern entsprechende Problemlösung zu erwirken  und dem Kind ein ausreichendes Maß an Zuverlässigkeit und Sicherheit zu vermitteln. Das Dogma dauerhafter Ortsgebundenheit hat in dem Zusammenhang keine Berechtigung. 


4. Adoptiveltern, Pflegefamilien und andere Kindesbetreuer 

Kinder haben das Recht auf Zugang zu Informationen der weiteren Familienangehörigen oder Mitgliedern einer Pflegefamilie und umgekehrt. 
Der am Aufenthaltsort des Kindes lebende Elternteil oder Betreuer  hat das Recht, den Umgang des Kindes zu bestimmen ausgenommen dem uneingeschränkten Recht des Kindes, jederzeit seine leiblichen Eltern sowie die Familienmitglieder zu kontaktieren, incl. des Aufrechterhaltens von Fernkontakten per Post ,Telefon, Internet u.m. und erforderlichenfalls der Belegung des Zustandekommens des Kontaktes oder Erhalt der Nachricht an das Kind.
5. Politisch - rechtliche Zusammenhänge
a) Der politisch - rechtliche Zusammenhang innnerhalb dessen die Fragen der Familien- und Geschlechterrollen entschieden werden muss  klar und ausgewogen behandelt werden und darf keinerlei positive oder negative Diskriminierungen beinhalten. Die Beziehung zwischen Männern, Frauen und Kindern ist so zu behandeln, daß Wettstreit und Polarisation verhindert wird um Vermutungen einer Ungleichbehandlung oder Übervorteilung einer Gruppe gegenüber der anderen keine Berechtigung zu geben.
Die Interessen der Kinder sind einvernehmlich mit den Eltern zu definieren. Im Scheidungsfall sind sie durch den Elternteil definiert, bei dem sich das Kind zeitlich aufhält. Außer im Falle eindeutigen Kindesmissbrauchs, in dem staatliche Stellen Interventionsrechte und Pflichten wahrzunehmen haben, sind diese öffentlichen Interventionen in allen anderen Fällen auf das Angebot zur Hilfe und Unterstützung in Not geratener Familien beschränkt.


6. Gleichberechtigung und Arbeitsteilung

a) Beide Geschlechter haben das Recht auf die Möglichkeit einer arbeits- und zeitteiligen Kindesbetreuung.
b) Die Arbeitsteilung ist so zu planen, daß sie zu einer paritätischen Teilung des für die Betreuung des Kindes notwendigen vollumfassenden Zeitaufwandes führt.
c) Unstrittigerweise setzen diese Erwartungen eine Arbeitsstruktur vorraus, wie sie von den Arbeitszeitmustern bei Grund- und Hauptschullehrern bekannt sind. Daher wurde dieser Vorschlag  gemacht in Kenntnis und Erwartung der zukünftigen globalen Arbeitszeitverkürzung und dem Bewußtsein der Notwendigkeit der Förderung funktionaler und mentaler emotionaler  Beziehungen zwischen den Generationen sowie den Geschlechtern.
7. Mediation, juristische Beratung und Eingriffe Dritter in Form professioneller Berufsgruppen
a) Mediation und Vermittlung durch professionelle Dritte ist in den Fällen in Anspruch zu nehmen, in denen  das Wohl des Kindes dieses erforderlich macht. Dabei ist dem Aufenthaltsort der Kindeseltern keinerlei Aussagekraft über deren Motivation zur Mitarbeit oder Nichtmitarbeit beizumessen. 
b) Bestimmte Entscheidungen wie z.B. Impftermine, Umgangsregelungen, Wahl der Schule usw., erfordern die Schaffung entsprechender Strukturen und Regelungen entweder durch Dritte oder in Form direkter Vereinbarungen. 
c) Nur im Falle absoluten elterlichen Unvermögens zur Einhaltung festgelegter Regelungen sind Mediatoren erstinstanzlich einzuschalten. Das Gericht sollte, wenn überhaupt, erst letztinstanzliche Bedeutung haben.
d) In den Fällen, in denen die Eltern sich nicht einigen können, weder direkt noch durch Mediation oder Vermittlung Dritter, haben Gerichte zu entscheiden. Dieses implementiert jedoch nicht, daß diese das Recht haben, über den Umfang der elterlichen Betreuungs- bzw Erziehungszeiten zu entscheiden sondern lediglich über die zwischen den Eltern abgesprochene Betreuungszeitteilung oder der grundsätzlichen 50/50 Teilung.
e) Richterliche Entscheidungen dürfen nicht um ihrer selbst willen in Anspruch genommen werden. Gerichtliche Vorgänge unter Ausschluß der Öffentlichkeit sind zu vermeiden. Nur wo es z.B. aus Gründen des Daten-, Identitäts- und Personenschutzes nachweislich erforderlich ist kann die Öffentlichmachung ausgeschlossen werden. In diesen Fällen sind zuverlässige Aufzeichnungen aller Vorgänge und Abläufe und detailgetreue Wiedergabemöglichkeiten für spätere Rückgriffe zu garantieren. 
f) Mediation aus Gründen der  Deeskalation haben vor, während und nach der Scheidung zur Verfügung zu stehen. Mediation muss in überprüfbarer nachweislicher Unabhängigkeit zu gerichtlichen Institutionen stehen und als öffentlicher Service optional und geschlechtsneutral verfügbar sein.
Gerichte haben mediative Vereinbarungen und Interventionen zu Respektieren. 
8. Finanzen
a) Finanziell belastbare Eltern tragen jeweils zur Hälfte die Betreuungskosten ihrer Kinder. Diese werden vorher auf der Basis des Existenzminimums unter Berücksichtigung des  weiteren Wohlbefinden des Kindes ermittelt. Dieses liegt erstinstanzlich in der Verantwortung der Eltern,  subsidiär regressiv in staatlicher Verantwortung für den Fall, daß die Eltern ihrer Verpflichtung nicht nachkommen wollen oder können.
b) Sämtliche anderen Vereinbarungen zugunsten ihrer Kinder bleiben den Eltern in freier und gegenseitiger Zustimmung vorbehalten.
Es ist noch einmal festzustellen: Beide Eltern können jederzeit in gegenseitiger Zustimmung einen rechtsgültigen Vertrag schließen, in dem  ihre gegenseitigen Rechtspositionen rechtsverbindlich definiert werden können wie z.B. finanzieller Ausgleich, Umgangsregelung usw auch zugunsten oder zu ungunsten eines Vertragspartners (Elternteils), dessen freiwillige Zustimmung vorausgesetzt 


9. Kindesmissbrauch

i) Grausamkeit
ii) Vernachlässigung 
iii) Gewalttätigkeit
iv) sexueller Missbrauch
sind strafrechtlich zu behandeln und liegen nicht im Zuständigkeitsbereich von Familiengerichten. Die Vorgabe, daß nicht strafverfolgt wird solange Schuld bewiesen ist muss in allen Fällen gelten außer unter Punkt b.) nachfolgend.

a) Untersuchungen bezüglich Kindesmissbrauch sind vorurteilslos zu erfolgen. Die vier Arten von Kindesmissbrauch sind gleich schwerwiegend zu behandeln ohne jedwede Rangordnung. In Fällen, schwerwiegender Beschuldigungen die die sofortige Sicherung des Kindes für notwendig erscheinen lassen, sollte keine Entscheidung zur Umgangsregelung gefällt werden.

b) Wo Anschuldigungen bestehen und die Besuchsregelung bereits ausgesetzt wurde, ist eine vordringliche Untersuchung anzusetzen um die Gefahren unmittelbaren Umganges mit dem Kind,  innerhalb von maximal 14 Tagen, zu eruieren, bevor der 50/50 Besuchsregelung oder anderen freiwilligen Abmachungen weiterhin entsprochen wird.
Trennung darf nicht missbräuchlich durch einen Elternteil als Möglichkeit benutzt werden , dem anderen Elternteil und damit auch dem Kind das  ihm zustehende Recht zu verweigern. 

c) Falschbeschuldigungen oder Meineid sind auch in diesem Zusammenhang strafrechtlich zu verfolgen.
d) Da PAS (Eltern-Kind-Entfremdung) das Verhältnis der Eltern zu ihrem  Kind zerstört und damit eine Schädigung des Kindes zur Folge hat, ist es als eine Form von Kindesmissbrauch bzw Kindesmisshandlung zu sehen.
Staatliches und juristisches Verhalten, die das Eltern - Kind Verhältnis beeinträchtigen oder zerstören sind ebenfalls als Kindesmissbrauch anzusehen und stellen somit eine Straftat dar.


10. Fälle, die nicht die gleichberechtigte Elternschaft betreffen 

EP bezieht sich nicht auf die Fälle. in denen ein oder beide Eltern sich ihrem Kind verweigern oder, aus welchen Gründen auch immer, ihren Pflichten elterlicher Sorge und Erziehung nicht entsprechen können.
EP wendet sich an jene Fälle, in denen Eltern auf gleiche Weise ihren elterlichen Pflichten nachkommen wollen.
Mit EP ist gemeint, daß u.U. ein Elternteil gezwungen werden kann, dem Recht des Kindes auf beide Eltern zu entsprechen und wenigstens in einem Mindestumfang für das physische und psychische Wohl seines Kindes Sorge zu tragen und seinen Bedürfnissen zu entsprechen.
Das Kind hat einen Anspruch darauf, und jeder der sich diesem Anspruch verweigert verletzt dieses Recht des Kindes sei es als Privatperson oder staatliche Institution.
Kindesmissbrauch wird unter EP als gesonderte Frage behandelt.
Definitionen 
Eltern
... sind definiert als biologische Eltern, bzw im Fall schweren Kindesmissbrauchs durch die leiblichen Eltern,oder bei Waisenschaft, die dann eingesetzten Ersatz- oder Adoptiveltern.
Kind
... wird definiert als menschliches Wesen vom Zeitpunkt der Geburt bis zum Alter der Volljährigkeit.
Familie 

...ist ein Kind und seine biologischen Eltern oder Adoptiveltern.

Erweiterte Familie
...sind die Blutsverwandten des Kindes oder seine Adoptiveltern.


Klarstellung: 

Jeder Teil dieser Deklaration ist Bestandteil der gesamten und kann nicht aus dem Zusammenhang genommen werden ohne im Zusammenhang mit den anderen Klauseln zu stehen.

Unterzeichnet am Freitag den 30.Juli von:

Name

Antonio Diaz Piñeiro

email, url, phone, fax

marianlago@correo.cop.es

Tel.: 0034 (0)981 631661,

0034 (0)981 152222 
Fax: (34)981140014

Country

Galicia, España

Group

AGPNS

Frank McGlynn   Ireland Amen
George Brito georgeb@entelchile.net
www.geocities.com/CapitolHill/Senate/6520/
http://www.papaxsiempre.com
Tel.: (562) 2723905
Chile Corporación de Padres
Gerhard Hanenkamp brain@gabnet.com
http://www.gabnet.com / .de
Tel:0049 (0) 4965 914 914 
Fax: 0049 (0) 4965 914 915
Deutschland  
Ipe Smit  ipesmit@worldonline.nl
http://www.platform-scjf.nl/
Tel: 0031 (0) 348 40 25 10
Holland Dutch Parents Platform
Joep Zander  zander@daxis.nl
http://huizen.daxis.nl/zander/langeac.html#neder
Tel: 0031 (0) 570 62 17 84
Holland Dutch Parents Platform
Julian Fitzgerald  familyroutes@aesops.force9.co.uk
http://www.impactwp.com/familyroutes/faro/
Tel: 00 44 (0)113 229 8949
England FamilyRoutes
Liam O Gogain liamog@amen.iol.ie Ireland Parental Equality 
Mary T. Cleary amen@iol.ie
http://www.iol.ie/~amen
Tel: 00353 (0)46 23718
Ireland Amen
Peter Farrell agb@pe.iol.ie
Tel.:00353 (0)1 282 0101
Ireland Parental Equality
Sam Caroll fatherhood.handbook@indigo.ie Ireland Parental Equality
Yannick Grèzes Yannick.GREZES@wanadoo.fr
Tel: 0033 (0)450 90 19 64
France FMCP
Deutschland
 
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Autor: Gerhard Hanenkamp
Erstellungsdatum 31.07.1999 G*A*B - Datum: 09.09.1999               Mail: brain@gabnet.com
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