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| Mitgeteilt von Dieter Mark, Bremen , E-Mail: <dmbhaefk@t-online.de> |
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WESER KURIER vom 05.02.2000 |
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Experten sollen Justiz überprüfen
(ell) Das Justizressort beabsichtigt, eine Sachverständigenkommission
einzusetzen, die die Personallage der bremischen Gerichte und Staatsanwaltschaften
unter die Lupe nehmen soll. Der Senat will in seiner Sitzung am Dienstag
das Thema beraten.
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| Kommentar Dieter Mark:Offenbar
kommt da langsam, und sei es auch nur wegen fehlender Geldmittel, Bewegung
rein. So war in der gleichen Zeitung am 05.02.2000 ein Bericht wonach Justizstaatsrat
Mäurer sich beim Präsidenten des Landgerichts massiv beschwert
hat, weil dort das Verfahren „Bernsteinzimmer“ im Prinzip seit Wochen untätig
verhandelt wird, und der erste Verhandlungstermin erst 11 Wochen nach Überstellung
der Anklage durch das Landgericht erfolgte.
Nachdenklich an der ganzen Sache muß stimmen das eine derartige Mahnung im materiellen Recht erfolgt, wo der Faktor Zeit eigentlich unschädlich ist. Im nichtmateriellen Kindschaftsrecht ist die Eile nicht bekannt, da sitzen Richter untätig über Jahre eine Entscheidung aus, obwohl diese Untätigkeit Fakten schafft, z. B. die Entfremdung und weitere negative Auswirkungen. Siehe hierzu auch Beschluß des BVerfG 1 BvR 711/96 mit sehr deutlichen Hinweisen. Wird in derartigen Fällen z. B. durch die Väter, z. B. nach § 26 DRiG die nicht unverzügliche und nicht ordnungsgemäße Verfahrensdurchführung gerügt, kommt auch nach 3 Jahren richterlicher Untätigkeit die Aussage des Justizsenators: - er hat keine Möglichkeit auf die Verfahrensdauer einzuwirken, - die Verfahrensdauer ist nicht unangemessen lang. |
| Autor:Dieter Mark, Bremen |
| Erstellungsdatum 00.00.2000 G*A*B - Datum: 07.02.2000 Mail: dmbhaefk@t-online.de |
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