Der Bundeskanzler wagte sich vor die Frauen seiner Partei
Mut und Chuzpe kann man Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf
keinen Fall absprechen. Da bekennt er sich doch frank und frei, und zwar
vor Hunderten SPD-Frauen, dass er das Thema Frauenpolitik "nicht ständig
im Kopf hat, aber durchaus haben sollte". Deshalb, so entschuldigte sich
der Kanzler,
habe er jüngst in seiner Regierungserklärung den "frauenpolitischen
Aspekt" vergessen. Die Teilnehmerinnen der Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft
sozialdemokratischer Frauen (AsF), die am Freitag in Potsdam tagten, verziehen
dem Kanzler den Lapsus und applaudierten ihm. Damit ersparten sie ihm das
Schicksal des früheren SPD-Kanzlers Helmut Schmidt, der sich 1977
in die Höhle der "Löwinnen" getraut hatte und ausgepfiffen wurde.
Schließlich hat der derzeitige Regierungschef den Frauen schon einige
Wünsche erfüllt, etwa die Verbesserung des Erziehungsgeldes.
Auch kündigte der Kanzler noch weitere Fortschritte für Frauen
an. Dafür fand Schröder die schöne Formulierung "auch die
Gleichstellungspolitik muss sich neuen Herausforderungen stellen". Denn
die Einstellungen, insbesondere junger Frauen zu Arbeit, Familie, Beruf
und Karriere, so fuhr er fort,
hätten sich gewandelt.
Das habe er jüngst auf dem Deutschen Unternehmerinnentag gespürt.
"Dort saßen wirklich junge, selbstbewusste Frauen, die genau ihre
Ziele und Rechte kennen und bereit sind, für das zu kämpfen,
was sie erreichen wollen." Wütender Protest der Frauen: "Das tun wir
seit Jahren!" Schröder entschuldigte sich ein zweites Mal, verwies
darauf, dass das Manuskript von der Frauenabteilung der SPD stamme.
Doch im Redetext war das Wörtchen "wirklich" gar nicht zu finden.
Doch auch dieser Fauxpas geriet schnell in Vergessenheit. Denn nun strich
der Kanzler heraus, warum er jetzt die Frauen entdeckt habe. Weil, so betonte
er mit unverkennbarem Stolz in der Stimme, die "Chancengleichheit ein schlichtes
Gebot ökonomischer Vernunft" sei. Ja, die Chancengleichheit sei
eine Bedingung für die "volle Entfaltung der Innovationskraft und
Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft".
Dass Schröder den SPD-Frauen heutzutage mehr Aufmerksamkeit schenkt,
weil an der Spitze der CDU eine Frau, nämlich Angela Merkel, steht,
mochte der Kanzler natürlich nicht eingestehen. Stattdessen strich
er heraus: Eine Schwalbe mache noch keinen Sommer. Aber, so raunte eine
SPD-Frau, eine
Schwalbe kündigt den Sommer an.
Die Äußerung hatte der Kanzler zwar nicht gehört, dennoch
machte er den Frauen Hoffnung auf mehr Posten in wichtigen Funktionen.
"Da könnte man noch etwas verbessern." Auch sollten künftig sämtliche
Gesetze auf frauenpolitische Aspekte hin abgeklopft werden, versprach Schröder.
Jubel und Applaus. Den Wunsch der Frauen, das Ehegattensplittung endlich
abzuschaffen, schmetterte er jedoch ab. Wieder entschuldigte er sich, dieses
Mal für sein striktes Nein. Allerdings mit so viel Charme, dass die
Frauen
dem Kanzler - da war er schon unterwegs Richtung Paris - den ehrenvollen
Titel "Feminist" verliehen
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Ich selbst tendiere seitdem dazu, dieser Partei SPD
und ihrem Chef-Feministen Gerhard Schröder den Rücken zu kehren,
meine Mitgliedschaft aufzukündigen und mit ganzer Kraft die SPD
als Regierungspartei zu bekämpfen. Andererseits würde ich damit
die SPD tendenziell den Feministen ganz
überlassen und die wenigen Nichtfeministen in der SPD
zusätzlich schwächen.
Nachdem sich diese Partei ohnehin schon als asozial geoutet hat,
jetzt das.
Ich stelle hiermit meine Mitgliedschaft in der SPD
zur Disposition und bitte alle Nichtfeministen in der SPD
mir mitzuteilen ob es sinnvoller wäre die Partei zu verlassen und
sie von ausserhalb zu bekämpfen oder ob es doch noch möglich
ist, den Kampf gegen die Feministen mit Schröder als ihrem Chef-Feministen
innerhalb unserer Partei auszutragen. Der ehemaligen hehren Ziele wegen
tut es mir in der Seele weh, aber was zu viel ist, ist zu viel und der
Point of no return ist erreicht.
Ich bitte um argumentative pro und kontra Austritts-Zuschriften
per Mail Gerhard@hanenkamp.de oder Brief an Gerhard Hanenkamp, Surwold,
Schulstr.80. Tel.: 04965914914 um danach meine Entscheidung an dieser Stelle
bekannt geben zu können.
Zuschriften und Vorschläge weiterer Austrittswilliger sind ebenfalls
willkommen, zwecks Aufbau besserer Alternativen.
Anregungen und Unterstützung zum Aufbau einer ausserfeministischen
Oppositionsbewegung sind von verantwortungsbewußten denkenden und
vernünftigen Nichtfeministen beiderlei Geschlechts zwecks konstruktiver
Zusammenarbeit herzlich willkommen.
Ich hoffe auf rege Beteiligung, vielen Dank.
Gerhard Hanenkamp 21.5.2000 |
Datum:
Sun, 21 May 2000 15:17:24
+0200
Von: dmbhaefk@t-online.de (dieter mark)
An: <brain@gabnet.com>,
Sun, 21 May 2000 15:17:24
+0200
Hallo Gerhard,
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Ich schließe mich nach 34 Jahren SPD Mitgliedschaft den Ausführungen
voll an.
In bin zu einer Zeit in die Partei eingetreten wo die Federführung
bei MÄNNERN wie Helmut Schmidt, Georg Leber und Willy Brand lag. Die
haben noch im Sinne des Volkes unter Beachtung des Grundgesetzes gearbeitet.
Sie klebten nicht, mit Sekundenkleber an ihren Stühlen, weil sie keine
Berufspolitiker waren, sondern ordentliche Zivilberufe hatten, wo sie auch
noch ggf. ihr Brot verdienen
konnten.
Das hat sich alles geändert. Die sog. Männer in der SPD ordnen
sich bedingungslos jeder
feministigen Forderung unter. Hauptsache sie dürfen weiter auf
ihrem Stuhl artig sitzenbleiben.
Dieter Mark |