G*A*BFORUM
Beitrag Nr 1


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Subject: Menschenrechte 

Wollen "wirkliche Männer, dass all das so bleibt?:

Die Unterdrückung der Frauen äußert sich in einer alltäglichen Verletzung grundlegender Menschenrechte. So als würden diese Rechte für die Hälfte der Menschheit nicht gelten, werden sie - kulturell legitimiert, von Nationen und Regierungen sanktioniert - stillschweigend täglich verletzt. 

Bezogen auf die Verwirklichung der grundlegenden Menschenrechte bei Frauen ist jedes Land "Entwicklungsland", keine Nation so zivilisiert, wie ihre Regierungen sich an den internationalen Verhandlungstischen gerne geben. Das zeigt ein Blick auf die Menschenrechtsdeklarationen und die internationale Statistik: 

Zahlen, Daten, Fakten... 

Ein Frauenleben ist nicht viel wert. Fast überall sind kleine Mädchen unerwünscht. Es gibt Regionen, wo Mädchen bei der Geburt sogar getötet werden, zum Beispiel in Teilen Indiens und in China. Weit häufiger noch ist die gezielte Vernachlässigung weiblicher Säuglinge und Kleinkinder: Sie werden nicht geimpft, auch wenn die Impfung kostenlos ist; sie bekommen weniger zu essen; sie werden wenn sie krank sind, viel seltener in eine Klinik gebracht. "Das zweite Geschlecht ist beim Sterben das erste" (Benard/Schlaffer). 

Die moderne Medizin wird direkt gegen Frauen mißbraucht. Die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) wird zur rechtzeitigen Identifizierung und Tötung des unerwünschten weiblichen Fötus eingesetzt. Hauptkunden dieser Praxis sind die Araber und Inder. Allein in Bombay werden aufgrund solcher Testresultate jährlich 6000 Abtreibungen durchgeführt. 

Erschöpfung ist das am weitesten verbreitete chronische Gesundheitsproblem von Frauen. Die Hälfte aller Frauen und zwei Drittel aller Schwangeren in armen Ländern (ohne China) leiden an Eisenmangelanämie. Anämie betrifft Frauen in stärkerem Maße, da sie einen größeren Eisenbedarf haben. Nach Schätzungen klafft zum Beispiel bei Frauen in Indien ein Lücke von 42 Prozent zwischen dem täglichen Kalorienbedarf und der tatsächlichen Zufuhr. Vorherrschend ist die Überzeugung, daß Frauen weniger brauchen und weniger "verdienen" als Männer. 

In den USA besteht ein Viertel aller Gewaltverbrechen in der Mißhandlung von Ehefrauen. In so unterschiedlichen Ländern wie Norwegen, Indien, Thailand und Großbritannien gibt es Frauenhäuser für geschlagene, mißhandelte Frauen. Untersuchungen in Australien, USA, Ägypten und Israel haben ergeben: In jeder vierten Familie kommt es zu inzestuösen Geschlechtsakten, 80 bis 90 Prozent der Fälle sind Mißbrauch von Mädchen; zirka 100 Millionen Mädchen werden von erwachsenen Männern (meist Vätern) sexuell genötigt und vergewaltigt. An vielen Orten trauen sich Frauen aus Angst vor sexuellen Übergriffen bei Dunkelheit nicht mehr auf die Straße. 

"Bedeckt eure Köpfe, oder wir schlagen sie euch ein!" lautet eine der Weisungen gegen Frauen im Iran. 

In Teilen Afrikas und Asiens sind Verstümmlungen der Geschlechtsorgane weit verbreitet. Ältere Frauen des Dorfes schneiden wenige Tage alten Säuglingen oder Mädchen bis zur Pubertät die Klitoris heraus und entfernen die gesamten oder Teile der Schamlippen (Exzision). Völlig ohne chirurgisches Gerät, ohne Fachwissen und ohne Betäubung wird den Mädchen auch bei der Infibulation die Klitoris herausgeschnitten und anschließend die Vulva noch zusammengenäht. Allein in Afrika sind schätzungsweise mindestens 84 Millionen Frauen im Namen der von Männern diktierten rituellen Jungfräulichkeitskulte so mißhandelt worden. 

Die Verstümmlungen haben furchtbare Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit der Mädchen: häufig tödliche Infektionen, lebenslange Blutungen, schwere, langdauernde Erkrankungen, die zu erhöhter Säuglings- und Müttersterblichkeit beitragen. 

In Asien und in weiten Teilen Lateinamerikas und des Nahen Ostens dürfen Frauen rechtlich ohne die Erlaubnis eines männlichen Verwandten kein Land besitzen oder verpachten. In vielen Ländern können Frauen weder Besitz noch Vermögen erben; nach islamischen Recht darf eine Tochter nur halb soviel erben wie ein Sohn. Im Fall der Scheidung gehören die Kinder automatisch dem Mann. In Pakistan ist die Zeugenaussage von zwei Frauen erforderlich, um die Zeugenaussage eines einzelnen Mannes aufzuwiegen. Um einen Prozeß zu führen, braucht man mindestens einen männlichen Zeugen. 

Ohne schriftliche Erlaubnis des Mannes dürfen Frauen das Land in vielen islamischen Ländern nicht verlassen oder einen Paß beantragen. In weiten Teilen Afrikas, des Nahen Ostens und des indischen Subkontinents weist das Gesetz ausdrücklich dem Ehemann das Recht auf Wohnortwahl zu; die Frau wird verpflichtet ihm zu folgen. Dennoch bleibt sie in Krisenzeiteiten fast immer auf sich allein gestellt. 

Wo auf der Welt müssen Männer sich sowas gefallen lassen? Und was heißt überhaupt Orientalische Lebensfülle(Jan)? Dass es uns hier besser geht, ist nicht dem Einsehen der Männer zu verdanken, sondern dem Kampf der Frauen.

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Liste Gerhard Armin