VOLKSWAGEN

VOLKSWAGEN AG - D-38436 Wolfsburg
Herrn
Ihre Zeichen
Gerhard Hanenkamp
Ihre
Nachricht XXXXXXXXXXXXXXX
191 5/ma-sg Unsere Zeichen
971714
Hausruf
26903 Surwold
971993 Telefax
04.08.1998
Datum
Sehr geehrter Herr Hanenkarnp,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 14. Juli 1998, in dem Sie sich
mit unserer TV -Werbung für den Sharan auseinandersetzen. Reaktionen
auf unsere Kommunikationsaktivitäten werden von uns sehr ernst genommen.
Im Kern läuft Ihre Kritik auf die Forderung hinaus, Werbung für
ein Fahrzeug (oder auch irgendein anderes Produkt) zu unterlassen wenn
eine auch nur angedeutete reale Lebenssituation von Menschen in unserer
Gesellschaft dargestellt wird, die nicht immer den gesellschaftlichen Idealen
entspricht - hier die Situation eines getrennt lebenden Paares und seiner
Kinder.
Wir haben uns nach vorausgegangenen Verständnistests bei Personen
der Zielgruppe entschieden, für unser Modell Sharan diesen Werbespot
zu produzieren. Er zeigt eine offene und ehrliche Facette, die aus dem
realen Leben von Menschen gegriffen ist.
Der Spot enthält aber, neben der dominierenden Botschaft, daß
es sich beim Sharan um ein familiengerechtes Fahrzeug handelt, in dem Kinder
nicht nur sicher befördert werden können, sondern vor allem auch
ihren kindlichen Bedürfnissen gerecht mitfahren können, zusätzlich
eine ganze Reihe positiver Aspekte.
So werden die natürlichen positiven Einstellungen der Kinder zum
Vater herausgestellt. So wird die Freude und Fröhlichkeit der Kinder
während der Fahrt hervorgehoben. Und die Schlußsequenz wird
sogar mehrheitlich dahingehend interpretiert, daß es nach dem erlebnisreichen
Tag der Kinder für dieses Paar noch eine gemeinsame Zukunft gibt (denn
der Mann/Vater läßt die Frage unbeantwortet, ob er den Wagen
nehme!).
Wir hoffen Ihnen einige Argumente genannt zu haben, diesen Werbespot
in einem anderen Licht zu sehen und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
i.V.
P.M.Jann
i.V. M
Auersperg
|