Rhein-Bote / Rheinische Post
Dies schrieb der Rhein-Bote (Auflage 300.000)

Der Verein "Kinderparlament" veranstaltete zwei Literaturtage

Wo bitteschön ist der Papa?

Kinderrechte, Elternrechte, Menschenrechte - eine Farce in Deutschland? Diese Frage stellte der Verein "Kinderparlament" am Wochenende während einer Podiumsdiskussion. Anläßlich des Weltkindertages drehte sich in der Freizeitstätte Garath zwei Tage lang alles rund um den Nachwuchs.

"Wo ist der Papa?" muß eine Frage sein, die in Deutschlands Kinderstuben nicht selten zu hören ist. Wie sonst wäre Literaturpreisträger Matthias Matussek auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben mit dem Titel "Die vaterlose Gesellschaft?" Während des Literaturtreffens in der Freizeitstätte Garath las der Schriftsteller aus seinem Werke vor. Danach wurde heftig diskutiert. Denn: Oft liegt der Grund für die fehlende männliche Unterstützung bei der Kindererziehung gar nicht beim Vater. So kann zum Beispiel eine Frau ihrem Lebenspartner jeglichen Kontakt zum Kind verweigern. Für Pierre Sens, Vorsitzender des Vereins "Kinderparlament", sind hier oft die Kinder die Leidtragenden.

Die Ursache sieht er vor allem in der Justiz. "Die Bürger müssen vor richterlicher Rechtswillkür geschützt werden", erklärte der Kinderrechtler.

Völkerrechtliche Verträge, wie etwa die UN-Kinderrechtskonvention, werden noch längst nicht überall in die Tat umgesetzt.

Nach dem Motto "Kinder an die Macht" möchte der Verein noch dieses Jahr in Düsseldorf ein Kinder- und Jugendparlament einrichten. Vorausgesetzt natürlich: Der Nachwuchs engagiert sich hierfür tüchtig. Was dem in Düsseldorf eingetragenen Verein vor allem auf dem Herzen liegt, ist sein Einsatz für die Jüngsten. So sollen insbesondere kleine Kinder vor Gewalt geschützt werden. Doch auch Eltern erfahren Unterstützung. "Bitte melde Dich:" Auf den Internetseiten des Vereins können vermißte Kinder per Suchmeldung aufgerufen werden, eine Nachricht zu hinterlassen. Kleine Ausreißer können auf einer eigenen Seite ihren Eltern oder einer nahestehenden Person etwas mitteilen.

Die Rheinische Post schrieb:

Spiegel-Autor Matussek las in der Freizeitstaette: Maennerclicue schmorte im eigenen Saft

Verbitterte Vaeter rechnen mit den Frauen ab

Frau mit Schild und Schwert, Frau mit bleckenden Zaehnen. Frau, die ihr Kind vor dem Vater wegschliesst, und immmer wieder das Frauensymbol, der stilisierte Venusspiegel - Georges Nassos Motivsprache ist die eines Verbitterten. Seit fuenf Jahren kaempft der aus Griechenland stammende Maler und deren Anwaeltin. Matthias Matussek hat Maennern wie Nassos eine Stimme gegeben. Vor einem Jahr sorgte Matusseks umstrittene Titelgeschichte im "Spiegel" fuer Furore. Seitdem nimmt der Kisch-Preistraeger sich des Schicksals von Maennern an, deren Ex-Partnerinnen das gemeinsame Kind als "Scheidungsgeissel" mißbrauchen. Jetzt stellte Matussek in Garath sein Buch vor: "Die vaterlose Gesellschaft". Ueberfaellige Anmerkungen zum Geschlechterkampf. Kostprobe: "Jahrzehntelang haben Maenner (und Frauen) zugesehen, wie aus der in einigen Ansaetzen wichtigen Frauenbewegung ein Punk-Zirkus von Girlies und verbiesterten Maennerhasserinnen wurden. Es reicht!" Karin Kortmann (SPD) reichte es auch - sie verließ die Freizeitstaette umgehend und liess die uebrigen Zuhoerer, so die Klage des Moderators, "im eigenen Saft" schmorend zurueck. Die Bundestagskandidatin fand die "diffamierenden Ausfaelle Matusseks ekelerregend". Das Publikum, fast ausnahmslos Betroffene, war sich einig: Kortmanns Flucht sei "eine weitere Strategie der Ausgrenzung". Verfolgt fuehle man sich, "von einem System, das Menschenrechte missachtet". Das boese Wort von den "Feminazis" fiel. Matussek machte den Vaetern Mut. Die Frauenbewegung habe mit Selbsterfahrungsliteratur und Guerille-Taktiken den oeffentlichen Raum erobert. "Wenden wir diese Methoden gegen sie", riet der "Spiegel"-Reporter "und wir werden die oeffentliche Meinung fuer uns gewinnen."

siehe auch unser Beitrag:

Johannes Cotta, dt. Verleger, 1764-1832

Vorsicht vor einem Weibe, welches logisches Denken offenbart! Denn Logik und das Weib sind so heterogen, daß es Unnatur ist, wenn sie zusammen auftreten.

Diesem Irrtum ist Herr Cotta wohl mangels besserer Erfahrungen oder wegen eigener unreflektierter Überheblichkeit verfallen.

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