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| Leserbrief
an den Autor des Buches Frauen
im Krieg
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Sehr geehrter Herr van Creveld, herzlichen Dank für Ihr wichtiges und richtiges Buch "Frauen und Krieg" ! Habe gerade Ihr heutiges Interview1 in der Münchener Abendzeitung gelesen. Wunderbar ! Für mich galt immer die Überlegung: Wer in einem Krieg seine Haut nicht selbst zu Markte tragen muß, ist viel eher bereit, einen Krieg anzuzetteln als jemand, der damit unmittelbar sein eigenes Leben riskiert. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse hatte ich folglich immer die Weiber als eigentlich treibende Kraft in Verdacht. In Filmen und Wochenschauen aus deutscher Kaiser- und Nazizeit konnte man angesichts der Massen verzückt jubelnder Weiber eine gewisse Bestätigung dieser Vermutungen finden. Im deutschen Bereich gibt es außer Esther Vilar (Der dressierte Mann) und Warren Farrell (Mythos Männermacht) keine gescheite (aber eine Unmenge miserabler) Literatur zum Geschlechter-Thema. Ihr Buch ist daher von besonders großer Bedeutung und die Logik auf Ihrer Seite. Mit großem Interesse erwarte ich auch Ihr neues Buch "Das bevorzugte Geschlecht". Vielleicht sollten sie darin auch einmal auf den Mißbrauch der Sprache im deutschen Bereich eingehen. Im Deutschen heißt es "männlich" und "weiblich", im Substantiv müßte es folglich heißen (und heißt es richtigerweise auch) : "Mann" und "Weib" (man and woman). Wie in allen Sprachen gibt es natürlich auch eine Anredeform (title of courtesy) : "Herr" und "Frau" (Mr und Mrs). Man redet bei uns aber nur noch von "Männern" und "Frauen(!)". Von Männern und Weibern zu reden, gilt als "unhöflich"! Diese Sprachregelung dokumentiert eine ganz grundsätzliche Diskriminierung der Männer und Privilegierung der Weiber. Allein durch den Sprachgebrauch! Selbst der Titel Ihres Buches "Frauen und Krieg" wurde falsch übersetzt. Er lautet im Original: Man, women and war, nicht: Men, Ladies/Mistresses(!!) and war! Als Schriftsteller wissen Sie um die Macht der Worte! Die Weiber haben bei uns Macht sogar über die Sprache! Persönlich neige ich dazu, die Pervertierung unserer Sprache aus Protest hin und wieder einfach umzudrehen und von Herren und Weibern (Misters and women) zu reden. Ich befürworte uneingeschränkt die rechtliche(!) Gleichberechtigung,
glaube jedoch nicht an die Gleichheit der Geschlechter. Jeder(!) Mensch
ist anders. Von der Gleichheit der Geschlechter kann man genau so wenig
reden wie etwa von der Gleichheit der Herren, der Gleichheit der Weiber
oder der Gleichheit
Wer für Gleichberechtigung der Geschlechter ist, kann nicht gleichzeitig
eine Privilegierung der Weiber fordern. Das tun die heutigen Feministen
und das ist ein Widerspruch in sich! Aus diesem Grunde bin in kein "Feminist",
auch nicht, wie Sie von sich selbst sagen, "gewissermaßen".
In der Sache stimmen
Als wissenschaftlich und praktisch arbeitender Jurist weiß ich:
Männer werden bei uns rechtlich stark diskriminiert, die Weiber bevorzugt.
Man denke nur an die Wehrpflicht, die für Weiber nach wie vor nicht
gilt, obwohl sie nach einem (richtigen) Urteil des EuGH an der Waffe dienen
dürfen, aber nur, wenn
Diskriminierung der Männer auch in wichtigen Teilen des Familienrechts
und de facto sehr häufig vor Gericht. Die 12 mildernden Umstände,
die im Strafverfahren nur für Weiber gelten (Farrell, S. 304), gelten
auch in der deutschen Bundesrepublik. Ähnliches gilt im Zivilprozeß.
Unsere Obdachlosen
Hinzu kommt die auf anerzogener Gewohnheit beruhende soziale Diskriminierung.Z.B. gibt es die Wahlfreiheit zwischen Beruf und Haushalt nach wie vor nur für Weiber, nicht für Herren. Das hat vor Jahren sogar die Enquete-Kommission Gleichberechtigung des deutschen Bundestags festgestellt. Weiber waren und sind in allen Kulturkreisen (auch bei den Moslems!)
seit Jahrhunderten bevorzugt. Moslems sind verpflichtet, je nach ihren
finanziellen Möglichkeiten, eine mehr oder weniger große Zahl
von Weibern durchzufüttern. "Ladies first", sagt der gut dressierte
"gentleman", auch wenn es, wie beim Untergang der Titanic, um das eigene
Leben geht! Ein normaler Mann ist stolz darauf, sein Vermögen, sogar
sein Leben den Weibern wie Göttinnen zu opfern (nur weil es Weiber
sind!) . Die meisten Weiber
Die Kunst der Weiber besteht darin, aus der jahrhundertealten Bevorzugung heute eine "Diskriminierung" zu machen, ihre Macht darin, diesen Schwachsinn erfolgreich zu verbreiten. Deutschland ist nach zwei Weltkriegen im neuerlichen Schwachsinn wieder einmal führend: mit "Gleichstellungstellen" und "Frauenbeauftragten" auf allen(!) Ebenen - bis in die Universitäten! Ihre Bücher werden eine gewaltige Resonanz finden! Positive gönne ich Ihnen von Herzen. Negative Reaktionen werden regelmäßig unsachlich sein. Sie sollten das, wie die Österreicher sagen, "nicht mal ignorieren". Wir brauchen Autoren wie Sie !!! Vielleicht sollten Sie einmal über einen Vortrag in München
nachdenken.
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| Anmerkungen:
1.) Das lesenswerte Interview
mit Creveld, Titel: "Enormer weiblicher
Druck"
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| Autor: Univ.-Professor Dr. jur. Christof Kellmann |
| Erstellungsdatum 00.00.1999 G*A*B - Datum: 09.04.2001 Mail: Professor Dr. jur. Christof Kellmann |
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