Entführt
 Ein Vater sucht sein Kind 

Reportage von Gabriele Jenk

Freitag, 17.09.      21:45  ARD-exclusiv                 HR                        Länge: 30 Minuten

Eine Ehe zerbricht, aber da ist Isabelle, die 5-jährige  Tochter.  Das Gericht überträgt das Sorgerecht dem Vater, die Mutter darf ihr Kind zweimal im Monat einige Tage zu sich holen.
.
Eine Regelung, wie sie deutsche Scheidungsgerichte tausendfach verfügen. Aber eines  Tages kommt Isabelle nicht mehr zurück. Mutter und  Kind verschwinden spurlos. 
Der Vater alarmiert die Polizei, doch die Ermittlungen verlaufen schleppend. Kein Kapitalverbrechen, nur der letzte Akt in einem Ehekrieg. Strafbar natürlich, aber nur ein Fall unter vielen.
"Entführt - ein Vater sucht sein  Kind" 
ist die dramatische Reportage über einen Vater,  der um seine Tochter kämpft. 
hr-Autorin Gabriele Jenk 
 hat für "ARD-exclusiv" 
mehrere Wochen lang die 
 verzweifelte Suche dokumentiert.
Eine Recherche quer  durch Süddeutschland und am Ende bis nach 
 Argentinien, der letzten Station einer Flucht. 
Irgendwo 
 an der Grenze zu Brasilien, in der Nähe eines Ortes  namens El Dorado, sollen Mutter und Kind gesehen 
 worden sein.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem  der Vater alles auf eine Karte setzt: Er will sein Kind 
 finden, bevor sich die Spuren irgendwo in Südamerika 
 verlieren. 
Die Reportage über das tragische Ende einer  gescheiterten Ehe, über Besitzanspruch, Rache und 
 Verzweiflung
Und im Mittelpunkt steht Isabelle, von der dem Vater am Anfang nichts geblieben war als ein paar Fotos und ihre Stimme auf Band: ein Kinderlied, 
 gesungen in glücklicheren Zeiten.
Das vorerst glückliche Ende
ein weiterer ausführlicher Bericht bei PaPPa.com
Zuschauerbriefe bitte an den Redakteur:

Joachim Faulstich
Hessischer Rundfunk
Bertramstr. 8
60320 Frankfurt am Main
An 
Hessischer Rundfunk
Funkhaus am Dornbusch
- z.Hd. Herrn Joachim Faulstich -
Bertramstr. 8

60320 Frankfurt a.M
       Duisburg, 18.09.99

Leserbrief zur Sendung "Ein Vater sucht sein Kind", Freitag, den 17.09.99, 
ARD, 21.45 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
 

herzlichen Glückwunsch zu dieser Sendung!!

Als "Insider" ist mir bekannt, dass genau das Thema dargestellt worden ist, 
was meistens als bundesdeutsches Tabu bei Jugendämtern, bei der Justiz 
(Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht) aber auch bei den meisten Medien 
behandelt wird. 

Dazu gehört die Ignoranz, die Entführung des gemeinsamen Kindes seitens der 
Mutter, durch verantwortungslosem Nichtstun zu legitimieren. Bei Behörden 
wird m.E. die ihnen vom Gesetz her auferlegte Verantwortung und Pflicht im Kreise herum geschoben, wobei bei deren  "Verwurstung" "hinten" nichts Kindeswohlförderndes mehr herauskommt.

Anders, sollte der Vater es wagen, das gemeinsame Kind zu "entführen"- selbst 
bei gemeinsamen Sorgerecht:

Hier wird Interpol eingeschaltet und eine internationale Fahndung 
ausgeschrieben, die Damen in den staatlich geförderten Frauenhäusern 
kreischen, der opportunistische Feminist röhrt, das Jugendamt bewegt sich und 
das Gericht zeigt Tatendrang. Die Effekte: Die Förderung, der Arbeitsplatz 
ist gesichert und die Medien verdienen mit ihren dann erst zahlreichen Darstellungen auch sehr gut daran.

Was in diesem Film in einer großen räumlichen Distanz des Vaters zu seinem 
Kind spektakulär zum Ausdruck kommt, geschieht innerhalb Deutschlands auf 
kleinstem Raume, mit gleichem zähen Einsatz der Väter für ihre Kinder, jedes 
Jahr, zehntausendfach. Der Ausgang, entgegen der Darstellung ihrer 
Dokumentation, hat oftmals kein "happy end", endet vor dem Kadi völlig anders: 

Entschieden wird trotz der Entführung des gemeinsamen Kindes seitens der Kindesmutter, meistens gegen den Vater.

Die behördlich verankerte starke Tendenz, den Vater mit seinem Anliegen zu 
diskriminieren, läßt das Wohl des Kindes meist völlig unberücksichtigt.

Mit freundlichem Gruß

dieser vorzügliche Zuschauerbrief zur o.g. Thematik stammt von Nik Scherzberg und er sucht seinesgleichen mehr.
...ein weiterer Brief zum Thema:
Hallo,

 das Lied kann jedoch mit einem glücklichen Ende gesungen werden, eins
 der wenigen.  Frau Gabriele Jenk sei dafür Dank gesagt. Sie hat viel in die "Wagschale"  (nicht  WAAgschale, wie es im Duden steht) geworfen.

Zu gleicher Zeit dazu lief von Günter Jauch eine Parallelveranstaltung, bei der  der Vater die Tochter aus Angst vor der Mutter in Sicherheit bringen  wollte. Der Vater, der seine Tochter schützen wollte, wird nun wegen  Kindesentführung verurteilt werden, nachdem die Mutter das Kind bereits  aus der elterlichen Wohnung in eine entfernte Stadt entzogen hatte und dem  Vater damit das Kind entfremdete.

 Zu dieser Zeit lief auch der Prozeß gegen Herbert Arndt, der aus Angst
 um sein Kind vor den Machenschaften der Sekte, in der die  Mutter seines Kindes war, dieses in  Sicherheit  brachte und nach nahezu  zwei  Jahren verhaftet wurde. Mit Hilfe von Freunden konnte er nachweisen, daß  er in Nothilfe gehandelt hatte. Deswegen wurde er freigesprochen.

 Frau Jenk hat viel gewagt, nicht "gewaagt". Sie hat sich gegen den Trend
 gestellt, daß nur Väter Kinder entführen können und hat erreicht, daß  Isabelle zu ihrem Vater zurückkehren konnte - beispielhafter,  engagierter, guter Journalismus! Von diesen Menschen, gleich welchen  Geschlechts und welchen Berufes, brauchen wir viele in unserem Land.

Horst Schmeil

Autor: Gabriele Jenk                      /                     Gerhard Hanenkamp Gerhard Hanenkamp
Erstellungsdatum19.09.1999 G*A*B - Datum:19.09.99   Mail: brain@gabnet.com
Verteiler: HAUPT / MÄNNER / BOYSPOLITIK / JUSTIZ / WIRTSCHAFT / LITERATUR / KUNST / BÜCHER / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
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