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| (Foto:DPA/Spiegel)
- Bundesaußenminister will sich zu "tragischem" Fall erkundigen Fischer und Albright in Washington (EPA)
© Copyright von AFP. Aktualisiert am 9. Mai 2000 um 09.24 Uhr |
| USA fragen nach Kindern in Pflegefamilie
Vater in Amerika hat Sorgerecht, doch deutsche Gerichte
WASHINGTON, 9. Mai (dpa/afp). Bundesaußenminister Joschka Fischer
will sich
Elián Gonzalez immer mehr politisieren und das deutsch-amerikanische
Verhältnis
Nach einer Unterredung mit seiner US-Kollegin Madeleine Albright äußerte
sich
"Ich kann nichts versprechen", sagte Fischer und wies auf die Unabhängigkeit
der
Die deutschen Gerichte nutzen offenbar eine in der Konvention enthaltene Ausnahmeklausel, um anders zu entscheiden. Ihnen wird vorgeworfen, fast automatisch für den Verbleib der Kinder in Deutschland zu urteilen. Auch mit Frankreich liegt die deutsche Justiz in einer Reihe Aufsehen erregender Fälle "im Clinch". Copyright © Frankfurter Rundschau 2000
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| Kinder plötzlich wichtiger als Raketenabwehr
Bei seinem Besuch in den USA wird Außenminister Joschka Fischer von scharfer Kritik an deutschen Sorgerechtsentscheidungen überrascht *) Von Cornel Faltin SAD Washington - Eigentlich war Bundesaußenminister Joschka Fischer nach Washington gekommen, um mit seiner Kollegin Madeleine Albright über hochpolitische Themen wie den von den USA geplanten Raketenabwehrschild, die dadurch notwendig werdende Änderung des ABM-Vertrages und die Situation im Kosovo zu reden. Stattdessen stehen plötzlich Sorgerechtsentscheidungen deutscher Gerichte im Mittelpunkt. Fischer hatte kurz nach seiner Ankunft am Sonntag beim Abendessen mit Albright die wichtigsten Themen für das offizielle Treffen am nächsten Tag im State Department skizziert, als ihm die US-Außenministerin, quasi als Dessert, die neueste Ausgabe der Washington Post überreichte. Mit dem Rat, sich einen Artikel mit dem Titel «Eine Familie in Stücke zerrissen» als Nachtlektüre zu Gemüte zu führen, entließ Albright den Gast aus Deutschland. ..... Der deutsche Außenminister wird nach seiner Rückkehr Bundeskanzler
Gerhard Schröder berichten
Dass die Sache brennt, konnte Fischer erfahren, als ihm gestern früh
beim Frühstück ein Kommentar der
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| http://www.stuttgarter-nachrichten.de/dc1/html/news-stn/20000510hint0012.htm
Presse Fischer will in den USA das Schlimmste verhindern Fischer äußerte die Sorge, eine ¸¸Kombination vieler kleiner Probleme'' könne sich zu einer ernsten Krise der transatlantischen Beziehungen auswachsen. Fischers Diagnose: Europäer und Amerikaner reden aneinander vorbei. Fischer, sinngemäß: Wenn Amerikaner von Freiheit sprechen, meinen sie Freiheit von staatlicher Bevormundung. Wenn Europäer von Freiheit reden, hofften sie auf einen starken Staat. Kommentar Hanenkamp:(Woher nimmt Herr Fischer bloß diesen Blödsinn! Das erklärt natürlich das perverse Selbstverständnis der Regierenden in Deutschland. ...Einen starken Staat zur Eindämmung kapitalischtischer Exzesse ja, - einen starken Staat zur Unterdrückung, Schikanierung und strukturellen Zerstörung seiner Bürger mittels "sozialstaatlicher" Bevormundung und Gewalt - NEIN!!) Man benutzt dieselben Worte, aber man versteht sich nicht. Und erliegt
der Gefahr, den Gegenüber pauschal zu verurteilen. Jüngstes,
ernstestes Beispiel: der Plan des US-Kongresses, ein Nationales
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| http://www.BerlinOnline.de/aktuelles/berliner_zeitung/politik/.html/10artik040347.html
Berlin im Streit um Sorgerecht unter Druck Albright bittet Fischer um Intervention WASHINGTON, 9. Mai. Zunehmende Streitfälle über das Sorgerecht
für
Fischer sagte zu, sich um einen speziellen Fall persönlich zu kümmern.
Es handele sich um
Die "Washington Post" warf der US-Regierung am Dienstag in einem Leitartikel
mangelndes
Artikel vom 10. Mai 2000 |
| http://DerStandard.at/Textversion/20000511/35.htm
Elián ist nicht der einzige Problemfall US-Sorgerechtsentscheidungen belasten auch politische Beziehungen zu Deutschland ...Doch auch mit Deutschland bekommen die USA Probleme bei Sorgerechtsfällen.
"Zunehmende Streitfälle über das Sorgerecht für deutsch-amerikanische
Kinder drohen die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu belasten",
sagte dieser Tage der deutsche Außenminister Joschka Fischer. Er
war in
Dabei geht es um die beiden Kinder des New Yorkers Joseph Cooke. Sie
wurden 1992 von ihrer
Die Washington Post warf der US-Regierung in einem Leitartikel grundsätzlich
mangelndes
Das US-Außenministerium hat mehr als 1100 ähnliche Sorgerechtsfälle
anhängig.
Rechtsexperten weisen aber auch darauf hin, dass die USA im Fall Elián exakt das machen, was sie bei anderen Län-dern kritisieren: Vom Rechtsstandpunkt Kubas aus wurde Elián (in Kuba nach der Trennung der Eltern dem Sorgerecht des Vaters unterstellt) von seiner Mutter auf die Flucht in die USA "entführt". Dieser Logik folgend, hätten die US-Behörden den Buben längst mit seinem Vater nach Kuba zurückreisen lassen müssen. |
| http://www.nordkurier.de/news/extra/vater/vater.html
Sieben Jahre Kampf im Interesse der Kinder
Von unserem Mitarbeiter Friedemann Diederichs New York. "Im Interesse der Kinder." - vier Worte, die sich im Gedächtnis
von Joseph Cooke (31) eingebrannt haben. Vier Worte, die ihn seit sieben
Jahren verfolgen. In Schriftsätzen von Rechtsanwälten, Jugendämtern,
Psychologen. Und in Urteilsbegründungen deutscher Gerichte, die nunmehr
seit
Bürokratische Mühlen Der Kampf gegen die Windmühlen deutscher
Behörden und der Justiz ist nunmehr sogar zum Politikum zwischen Washington
und Berlin geworden ist. Denn als Au ßenminister Joschka Fischer
vor wenigen Tagen mit seiner Amtskollegin Madeleine Albright am Frühstückstisch
s aß, reicht e
Das Drama der Cooke-Kinder beginnt im Jahr 1992, als Cookes damalige
Frau Christiane während einer Deutschlandreise mit den Kleinen - zu
diesem Zeitpunkt ein und zwei Jahre alt - einen Nervenzusammenbruch erleidet
und klinischer Behandlung bedarf. Das Jugendamt im baden- württembergischen
Tuttlingen übergibt die amerikanischen Staatsbürger Danny und
Michelle einer
Nun beginnt für Joseph Cooke der Weg durch die deutsche Instanzenwelt. Er hat mittlerweile vom zuständigen US-Gericht das alleinige Sorgerecht für seine Kinder erhalten und dies sollte nach internationalem Recht eigentlich genügen: Ein auch von der Bundesregierung 1980 unterschriebenes Abkommen besagt, dass die Sorgerechtsfrage in Fällen wie diesen im Heimatland der Kinder gelöst werden mu ss - man will durch diese Vereinbarung vermeiden, dass es zu Streitfällen durch unterschiedliche Rechtsprechungen kommt. Abkommen ignoriert Doch die deutschen Gerichte, denen sich Jospeh Cooke fortan gegenüber sieht, pflegen hier eine schlechte Tradition: Sie ignorieren schlichtweg dieses Abkommen - nicht nur im Fall Cooke: Von 369 amerikanischen Kindern, die nach einer Statistik des US-Au ßenministeriums in den Jahren 1990 bis 1998 zumeist von Elternteilen nach Deutschland entführt wurden, sind bis heute erst 80 in die USA zurückgekehrt. Joseph Cooke gelingt es zwar, nach hartem Ringen einige kurze Besuche für sich und seine Mutter Patricia bei den Wehs durchzusetzen, doch das Landgericht Konstanz weist am 13. Juni 1995 seine Klage auf Rückführung von Danny und Michel le ab. Der Faktor Zeit und die Tatsache, da ss die deutschen Ämter ihn nicht über den Aufenthalt der Kinder informiert haben, werden nun zum großen Nachteil für Cooke. "Die Kinder haben zu den Pflegeeltern eine vergleichbare Beziehung wie andere Kinder zu leiblichen Eltern", schreibt das dreiköp fige Richtergremium im Urteil und stellt damit die Rechte der ursprünglich nur als Zwischenlösung angesehenen Pflegefamilie kurzerhand über die Rechte des Vaters: "Die aktuelle Situation verbietet ein Herausreißen der Kinder zur Unzeit". Joseph Cooke, der sich durch diese Niederlage vor Gericht nicht entmutigen lä sst, hat mittlerweile weitere Post vom Amt erhalten: Die deutschen Behörden fordern ihn auf, für die beiden ihm vorenthaltenen Kinder Unterhalt zu überweisen. Sollte er sich weigern, so macht ihm sein Anwalt klar, riskiert er bei der nächsten Deutschland-Reise eine Verhaftung. Joseph Cooke zahlt nicht - und kämpft aus der Ferne weiter. Das Einzige, was ihm von seinen Kindern geblieben ist, sind die Fotos, die Josephs Mutter von den kurzen Besuchen bei ihren Enkeln mitbringt: "Dreimal im Jahr drei Stunden werden mir zugestanden," sagt sie. Anders als im Fall des kubanischen Jungen Elian, wo das Sorgerecht des Vaters sogar mit Gewalt durchgesetzt wurde, haben sich die US-Behörden gegenüber den deutschen Kollegen bisher zahnlos gezeigt. Und in deutschen Amtsstuben? Beim zuständigen Kreisjugendamt Konstanz verweist Amtsleiterin Iris D india-Collenbusch darauf, dass das Ziel von Pflegeverhältnissen die Rückführung der Kinder sei. "Es sei denn, es gibt gravierende Gründe, die gegen eine Rückgabe sprechen," so die Beamtin. Und diese seien dann gewiss "im Interesse der Kinder." 17.05.2000 © Nordkurier-Online 2000 |
| Kommentar:
Das überrascht wirklich, denn überraschen kann man nur Ahnungslose, und die tausendeVäter in Deutschland, die von eben diesen gleichartigen Sorgerechtsentscheidungen überrascht wurden und werden und seit über einem Jahrzehnt ohne nennenswerte Erfolge sich zu wehren versuchen, sich organisieren, protestieren, agieren, waren und sind immer davon ausgegangen, die Regierenden wüßten genau, was in ihrem Lande abläuft (schließlich wurden sie ja deswegen gewählt) und würden es bewußt oder aus Desinteresse ignorieren. Die haben offensichtlich überhaupt noch nichts mitbekommen von den juristischen Schweinereien deutscher Familiengerichte!!! Da muss erst Madeleine Albright aus Amerika kommen um sie aufzuklären
und sie ihrer Ahnungslosigkeit entreißen.
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| Siehe: DEUTSCHLAND
NIMMT KINDER DER WELT ALS GEISEL
Der Fall Cook Frankreich: der Fall Karrer Der Fall Catherine Laylle Der Fall Xavier Tinel |
| Autor: Gerhard Hanenkamp Datum 17.05.2000 Mail: brain@gabnet.com |
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