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| Knut W. Schlanert 37643 Negenborn Neue Straße 2 Telefon 0171 8412763 / 02043 205477 |
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wird zuerst einmal beschuldigt und veruteilt. Ich brauche einen neuen Paß und einen Personalausweis. Im Meldeamt
der Samtgemeinde Bevern werde ich verhaftet, nachdem ich die Unterschriften
im Antragsformular vollzogen habe. Zwei grüne Männchen bringen
mich in die Haftanstalt nach Holzminden unter der Leitung des Amtsinspektors
Kunkel. In der Kammer erhalte ich Bettwäsche, Unterwäsche und
einen verschlissenen Trainingsanzug im JVA-Design. Am Morgen nach der ersten
Nacht juckt der linke Nasengang wie verätzt. Die linke Gesichtshälfte
fühlt sich durch Neuralgie-Schmerzen gelähmt an. Es ist Spätsommer,
deshalb kann Fenster und Tür der Zelle offenstehen. Durch den ständigen
Durchzug klingen die Beschwerden über den Tag langsam ab. Als die
Bettwäsche in der zweiten Woche frisch gewaschen wird, ist am folgenden
Morgen das Gesicht von starken Neuralgieschmerzen betroffen. Magenkrämpfe,
Benommenheit, Schweißausbrüche und Schädelbrummen kommen
hinzu. Auch der Tinitus ist wieder da. Stimmen hören sich metallisch
an und die Kreissäge im Ohr läuft im Dauerbetrieb. Mein Hinweis
an die junge Dame mit den Schlüsseln, daß ich hochgradiger Allergiker
sei, ergibt die Antwort, daß mein Zellen-Kollege dann eben sein Rauchen
etwas einschränken müsse. Mein Spanni, ein AntiFa und Kettenraucher,
denkt nicht daran. Egoismus pur, wie man es bei linken Salon-Revoluzzern
sehr häufig vorfindet. Zum Ende der Haft habe ich Hautjucken, Hautbluten
und zeitweise Schmerzen im Brustkorb, wie damals vor meiner schweren Lungenentzündung.
Das Wachpersonal zuckt nur mit den Schultern und geht zur Tagesordnung
über. Es ist offensichtlich, daß man gesundheitliche Beschwerden
einfach nur ignorieren, aber nicht prüfen will.
Büßen müssen nur die Opfer und ihre Helfer! Eine
"aufmüpfige" Pflegefamilie büßte ihre Kinder ein. Die erzieherische
Unfähigkeit entdeckte Herr F. genau in dem Moment, als die Pflegeeltern
es wagten, ihre Aussage bei der Kriminalpolizei ohne vorherige Rücksprache
mit dem städtischen Jugendamt zu machen. Als die Leukämiefälle
bei Kindern in Bevern durch besorgte Eltern aufgedeckt wurden, wollte der
Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes mich als sachkundigen Bürger an
den runden Tisch laden. Der Sturm der Entrüstung hätte ihn beinahe
die Stellung gekostet. Heute unterläßt er es tunlichst, mit
mir Kontakt zu halten. Eine Serie von Untersuchungen brachte nichts. Mindestens
zwei U-Boote in der Bürgerinititative sorgten dafür, daß
immer im rechten Moment bei Behörden bekannt wurde, was die Bürger
und Kindeseltern herausbekommen hatten. Mir war daran gelegen, daß
Prof. Dr. Ottmar Wassermann aus Kiel als Toxikologe umweltsensible Bürger
beraten und die behördlich erteilten Untersuchungs-Aufträge auf
Schummeleien prüfen kann. Inzwischen ist durchgesickert, daß
mein Verdacht stimmte. Ein Mitarbeiter des TÜV hat sich in vorgerückter
Stunde verplappert. Die Aufträge zur Giftuntersuchung waren genau
vorgegeben: Er durfte sich nur um einen einzigen Giftstoff kümmern
und nur an vorher festgelegten Stellen Proben nehmen. Eine Untersuchung
durch Prof. Greiser aus Bremen wurde nicht in Auftrag gegeben. Man kann
sich den Rest denken und erwarten, daß keine Erkenntnisse ans Licht
kommen, weil sie nicht ans Licht kommen sollen. Warum wohl? Die SPD-Stadtratsfrau
und Umweltausschuß-Vorsitzende Ursula Günther hat eine verantwortliche
Position bei einer mitverdächtigen Spanplattenfirma. Wer glaubt, daß
ich Verschwörungstheorien aufstelle, muß das Buch eines entnervten
Staatsanwaltes über das Scheitern der Justiz lesen: "Von Menschen
und Ratten" Verlag: Die Werkstatt Göttingen ISBN 3-89533-251-8
Wieso landen Ermittlungs-Ergebnisse und Akteninhalte bei meinem Prozeßgegner D. Amtsberg? Übertriebene Neugier wird erkennbar, wenn ausgekundschaftet werden soll, wer noch immer zu meinen Freunden und Gönnern gehört. Viele halten der subtilen Bedrohung nicht mehr stand und trauen sich nicht, mich in der Öffentlichkeit anzusprechen, da man ja zusammen gesehen werden könnte. Immer mehr Menschen geben unumwunden zu, sich vor der Rache der Holzmindener Polit-Barone zu fürchten. Walter Waske, der Unterbezirksvorsitzende der SPD Holzminden fauchte mich einmal wütend an: "Du bist ein unbelehrbarer Moralist". Ja, Walter das stimmt, diese wiederlichen SPD-Mauschel- und Kungel-Zustände entsprechen nicht meinem Ideal von freiheitsbewußter Bürger-Demokratie und Menschenwürde. ( dazu paßt: "Anpassung oder Widerstand" von Helmer ISBN 3-7201-5201-4 ) Ihr machtbesessenen und eitlen Polit-BonzInnen wollt ja keine gebildeten, würdigen und stolzen Bürger, sondern nur willfährig jubelnde UNTERTANEN nach dem Prinzip der Pawlow’schen Hunde. Gerhard Schröder beweist es mit der Auswahl seiner getreuen politischen Kampfhunde. Wie verliefen die Karrieren von Werner Lichtenberg und dem Polizeichef
Rüdiger
Butte?
Die ungeheure Katastrophe im Bildungs-System haben Sozialdemokraten und GEW verursacht und sind bis heute nicht bereit, ihre tragische Allein-Schuld einzugestehen und wieder ein lernerfolgsorientiertes Schulsystem zu schaffen. Die vielen lern- und leistungsschwachen Jugendlichen sind die stumme Anklage gegen das ungeheuere Verbrechen im öffentlichen Schulsystem. Als ich aus dem Knast entlassen werde, erfahre ich von meinem Boten,
daß die Anträge auf Paß und Personal-Ausweis sofort nach
meiner Verhaftung im Amt von Bevern vernichtet worden sind.
Genossen, Ihr habt es geschafft, mich mit dem Denkmalsschutz
wirtschaftlich voll zu vernichten.
Knut W. Schlanert
* andere Beiträge von Knut W. Schlanert bei www.zahlvater.de bzw.
www.zahlvater.com
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| siehe auch: Knut Schlanert
Essay: Ein Mann namens Schröder
Knut W. Schlanert Gesellschaftsänderung für die SPD |
| Autor: Gerhard Hanenkamp Datum 29.09.1998 Mail: brain@gabnet.com |
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