| Vorgestellt von Reinhold Schoeler, Tel. 0421-5578189 |
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Die Borderline-Störung |
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Entstehung:
Prä-ödipal bedeutet: aus der symbiotischen Beziehung des Embryos,
Säuglings oder Kleinkindes zu seiner Mutter stammend, bevor der Eintritt
des Vaters in diese dyadische Beziehung eine Triangulierung der Beziehung
bewirkt.
Das prä-ödipale Selbst oder: Bin ich du oder seid ihr uns ? Verbleibt der Mensch psychisch in der symbiotischen, dyadischen Beziehung zur Mutter, findet also die Triangulierung der Beziehung nicht statt, wird der Mensch auch später nur unzureichend zwischen Ich und Du oder Ich und Wir unterscheiden können. Diese Menschen haben oft ein erstaunlich feines Gespür für die Gefühle des anderen (ohne daß ihnen das bewußt wäre). Sie reagieren auf schwächste Signale, die die Einstellung des anderen verraten. Dies wird verständlich, wenn man bedenkt, daß das Kind in der symbiotischen Phase mit der Mutter eine Einheit bildet, in der es auch die Gefühle der Mutter mitempfindet. Später äußert sich dieses sozusagen archaische Vermögen darin, daß eigene Gefühle dem anderen zugeschrieben und die Gefühle des anderen zu eigenen gemacht werden. Derjenige wird sich also besonders wohl fühlen in einer Gruppe von Menschen, die ähnliche Einstellungen wie er selbst haben. Die Signale der Unbefriedigtheit und Gier erhalten in der Gruppe ein entsprechendes "feed-back" (eigtl.: "zurück-füttern") und schaukeln sich gegenseitig hoch, bis es oft zu den bekannten gewaltträchtigen Auswirkungen kommt. Gewalttäter treten ja selten als Einzelne gewalttätig in Erscheinung, erst in der Gruppe; In dem "Wir", das die eigenen Gefühle verstärkend widerspiegelt, kommt es zu Gewaltausbrüchen. Prä-ödipale psychische Entwicklungsstufen Das
frühe prä-ödipale Selbst oder die Welt als Fruchtblase
Die Sexuajität
Die Sexualität dieser frühen Entwicklungsstufe ist kannibalistisch,
der Borderliner frißt, was oder wen er liebt, auf. Der Borderliner
hat andere Menschen tatsächlich "zum Fressen gern."
Der aggressive Trieb ist beim Borderliner nur teilweise vom sexuellen
Trieb gehemmt, meistens richten sich beide Triebe in immenser Intensität
getrennt voneinander auf diverse Objekte und Menschen, was maximale Triebbefriedigung
verspricht, z.B. wird "Deutschland" geliebt und der "Ausländer" gehaßt,
etc.
In der Seele des Borderliners herrscht, wie bereits gesagt, eine strikte Gut-böse-Trennung. Daß es zu dieser Trennung kommt, liegt in nicht unerheblichem Maße in der frühen psychischen Abwehr gegen überwältigende Angst begründet. Eine Voraussetzung dafür, daß das kleine Kind den Sprung in die Triade schafft, ist die Bewältigung von Angst, die das Erleben des Getrennt-seins von der Mutter im Kind auslöst. Man kann daher das Verbleiben in der Dyade auch als Angstvermeidung verstehen. Im späteren Leben äußert sich dies dann in oft erstaunlichem Todesmut des Borderliners (etwa wenn sich deutsche Rechtsextreme freiwillig am Krieg im ehemaligen Jugoslawien beteiligen). Dieser Todesmut hat jedoch noch eine andere Seite, indem er nämlich auch eine Reaktion darauf ist, daß der Borderliner sich selbst fremd wird, wenn ihm die befriedigend-stolze Versorgung soweit entzogen wurde, daß er nicht mehr als zum Selbst gehörig erlebt wird und vernichtet werden kann. Dies führt zu dem als Todesmut bezeichneten, in Wahrheit jedoch selbstdestruktiven Verhalten Der Borderliner kennt nur seine innere Welt der strikten Gut-böse-Trennung,
alles andere ist für ihn ein Vakuum, ein Nichts, das ihm Angst macht.
Was sich nach außen hin an Humanitätsverachtung und Haß
zeigt, sind seine psychischen Erhaltungsmechanismen, auf die er nicht freiwillig
verzichten kann.
Wie bereits erwähnt, ist für ein reflexives, diskursives Denken
ein stabiles, klar abgegrenztes Ich Voraussetzung. Die Borderline-Störung
ist jedoch charakterisiert durch eine Ich-Schwäche, in der es dem
Borderliner kaum möglich ist, so etwas wie einen beobachtenden, vernünftigen
Ich-Anteil hervorzubringen.
Die prä-ödipale Beziehung des Babies zu seiner Mutter enthält auch den Neid auf alles, was die Mutter an Befriedigendem repräsentiert: "Die Mutter hat es, sie könnte es mir auch geben, aber sie will es mir nicht immer geben." Der Neid ist eine Mischung aus dem Gefühl der Gier und des Hasses, indem nämlich das kleine Kind seine Mutter dafür haßt, daß sie seine Gier nicht vollständig befriedigt. Ich bin nichts und ich bin alles Die fehlenden Ich-Grenzen im psychischen Apparat des Borderliners können eine wahnhaft gesteigerte Vorstellung von der eigenen Größe (Größenselbst) zur Folge haben. Da er mitunter nicht genau weiß, wer er eigentlich selbst ist, rettet er sich vor der abgrundtiefen Angst der Vorstellung, er könne nichts sein, in das andere Extrem des "Ich bin alles." Diese innere Einstellung benötigt zu ihrer Erhaltung ständige Bestätigung, die er sich durch das Gefühl des Triumphes verschafft. Er ist auf der ständigen Suche danach, Situationen zu schaffen, in denen er über andere triumphieren kann, um sich so seine eigene Überlegenheit zu beweisen und wo man durch Argumente zu unterliegen droht, obsiegt man durch rohe Gewalt. In erster Linie ist dies ein sadistischer Triumph. Sadistischer Triumph kann auch in der bloßen Ankündigung oder Androhung von Gewalt bestehen und das selbstbewußte Gefühl von Gewißheit und Sicherheit, mit dem er andere als inkompetente Idioten behandelt, kann für die Umgebung sehr belastend werden. Wird das Größen-Selbst längere Zeit nicht angegriffen, oder erfährt der Borderliner von außen Zustimmung für sein Handeln, vermischen sich Haß und Stolz zu einem erstarkten Größen-Selbst und er wird es mehr und mehr arrogant zur Schau stellen. Hierbei geht wiederum die ohnehin nur sehr spärlich vorhandene Fähigkeit, Schuld und Anteilnahme zu empfinden, mehr und mehr verloren. In der Praxis der psychotherapeutischen oder analytischen Arbeit mit
Borderline-Patienten sind Lähmung des Analytikers und triebhaftes
Agieren des Patienten zwei Mechanismen, die der Borderline-Therapie ein
charakteristisches Gepräge geben. Das Handeln scheint für diese
Menschen eine fast magische Bedeutung zu haben; sie fühlen sich erst
im Handeln lebendig und sicher, spüren die ersehnte Vereinigung mit
ihrer Umwelt, anstatt ihr gedanklich gegenüberzutreten und vermeiden
reflexives oder antizipatorisches Denken im Sinne von Probehandeln.
Das späte prä-ödipale Selbst oder: Die Welt als Zitze » Sexualität oder: Die Welt als Mama
Während das frühe prä-ödipale Selbst kannibalistisch die Wert als ein Objekt versteht, daß zum eigenen Spaß vernichtet werden muß, sieht das späte prä-ödipale Selbst die Welt als Zitze, die nur zur eigenen parasitären Befriedigung und als Haßobjekt dient. Die Welt wird als eigene Mama gesehen, begehrt und verhaßt. Es bestehen deutliche Zusammenhänge zwischen der frühkindlichen Entwicklung und der Fähigkeit zu vernünftigem Denken; die Vernunftsfähigkeit hängt wesentlich von der emotionalen Entwicklung des Menschen ab, insbesondere davon, ob der Prozess der Legierung von Sexualität und Aggression gelungen ist. Die psychische Entwicklung des Kindes ist zwischen dem sechsten und dem achtzehnten Lebensmonat hinsichtlich einer Borderline-Pathologie wesentlich gefährdet. Die Mutter wird als Engel idealisiert und dieses Bild wird beibehalten, um die Mutter nicht auch als Teufel sehen zu müssen. Die Fremdenangst ("fremdeln"), die etwa im achten Lebensmonat auftritt, wird dadurch verursacht, daß auf den Fremden das "teuflische" "Wir"- und "lhr"-Bild projiziert wird, das vom "heiligen" abgesondert wurde. Die Realität wird in "gut" und "böse" aufgespalten, und es findet kein Prozess statt, der diese beiden Extreme zu der Einsicht legiert: "Der Andere ist teilweise böse, aber er ist auch gut.". Dadurch wird die weitere Integration von "Wir" und "lhr"-Vorstellungen behindert. Spaltungsmechanismen sind an sich Bestandteil jeder normalen Entwicklung, da durch sie die gute Beziehung zur Mutter und zu sich selbst trotz Frustration intakt gehalten wird und das Selbst des Kindes gegen die überwältigende Zersetzung von Liebe durch Haß geschützt wird; dementsprechend teilt die pathologische Spaltung andere in "heilig" und "teuflisch" ein; sie ist der wichtigste psychische Abwehrmechanismus der Borderline-Persönlichkeitsstruktur. Das Versagen verinnerlichter Mutterbeziehungen auf dieser Entwicklungsstufe ist also der ausschlaggebende Faktor der Borderline-Persönlichkeitsstruktur. In diese Kategorien gehören mehrere Arten schwerer Charakterstörungen: Süchte, narzißtische und infantile Persönlichkeiten, schwere Perversionen und antisoziale Persönlichkeitsstrukturen. Die Borderline-Persönlichkeitsstruktur gelangt in ihrer Entwicklung zu einer Differenzierung der "Wir"-Bilder von den "lhr"-Bildern, in einem Maße, das es erlaubt, zwischen sich selbst und Anderen zu unterscheiden. Die "heiligen" und "teuflischen" Mutterbilder jedoch miteinander zu einem ausgewogenen und differenzierten Begriff von "Wir" und "Ihr" zu integrieren, gelingt dem Borderliner aufgrund primitiver Aggression nicht. Unerträgliche Angst und drakonische Schuldgefühle verhindern diese Integration. Die Abwehrmechanismen bei der Psychose sind darauf ausgelegt, die Angst vor Verschlingung und Vernichtung abzuwenden, bei Borderline-Zuständen geht es darum, Liebe und Haß voneinander zu trennen. Borderline-Kranke haben zwar im Gegensatz zu Psychotikern die Fähigkeit zur Realitätsprüfung bewahrt, in zwischenmenschlichen Beziehungen und beim subjektiven Erleben der Realität haben sie jedoch weiterhin große Schwierigkeiten, die aus einem chaotischen Nebeneinander von Abwehr primitiver Impulse, mangelndem Einfühlungsvermögen und Identitätszerfall herrühren. Die Integration eines Über-lch hat auch die Funktion einer inneren Führung, wie die Eltern das Kind durch Verbote ("Das darfst du nicht") und Gebote ("Das sollst du tun") führten. Mangelt es an diesem inneren Führungssystem, führt das zu einer Abhängigkeit von äußeren Quellen der Beruhigung, des Lobs und der Bestrafung. Die Erörterung der Borderline-Pathologie führt ebenfalls zur Betrachtung von Selbstzerstörungsmustern. Innerhalb der "normalen" Entwicklung wird die nach innen gerichtete triebhafte Aggression zum und im Über-lch verarbeitet, sie wird vom Gewissen neutralisiert. Erfährt die Aggression keine solche Verarbeitung, richtet sie sich in selbstzerstörerischem Verhalten gegen die Person selbst. Die Überich-Pathologie - Klinische Merkmale einer Borderline- Störung "Es ist ungerecht, daß ich für mein eigenes Leben Verantwortung
tragen muß. Das macht mir keinen Spaß, also sollst auch Du
keinen Spaß daran haben."
Jemand, der etwas von dem Borderliner will, ist zugleich jemand, der dem Borderliner etwas gibt. Will derjenige nichts mehr von ihm, dann wird er solange attackiert, bis er mindestens in Ruhe gelassen werden will. Dies wiederum bedeutet grausame Versagung für den Borderliner. Er braucht das Gefühl der Macht, sei dies Allmacht oder Ohnmacht. Ersteres erlaubt ihm, letzteres rechtfertigt ihm das ungezügelte Ausagieren seines Hasses. Es ist dem Borderliner wichtiger, dem anderen zu schaden, als sich selbst zu nutzen. Er hat eine Form der Selbstbestätigung verinnerlicht, die ihn einer inneren Leere überantwortet, wenn er anderen "lediglich" helfen würde, anderen nur angenehme Gefühle entgegenbringen oder von anderen nur angenehme Gefühle empfangen würde. Im Gegenteil ist es eher so, daß der Borderliner sich eine Identität schafft, indem er andere schädigt. Die psychische Störung der Borderline-Persönlichkeit ist begründet in der Überich-Pathologie Der Borderline-Patient ist in seiner Persönlichkeit anti-sozial,
zwischenmenschliche Beziehungen füllt er mit wahnhaften, paranoiden
Verfolgungsängsten, da er jedem anderen Menschen ähnliche Neigungen
zuschreibt wie er selbst sie hat. Freie Aggressionsäußerung
und gewissenloser Einsatz aller nur denkbaren Mittel sind ihm für
die Erreichung seiner Zwecke selbstverständlich, da er in einer Welt
zu leben meint, die aufgrund solcher Mechanismen funktioniert und die ein
solches Verhalten erfordert, um zu überleben. Ungezügelter Haß
und schwerer Sadismus in Abgrenzung von bloßer Abgebrühtheit
und Schadenfreude sind wesentliche Kennzeichen seiner Charakterstruktur.
Ein Rest von normaler Ehrlichkeit in sozialen Beziehungen findet sich dort,
wo er emotional unbeteiligt bleibt, bei Menschen also, die ihm sowieso
egal sind.
Klinische Merkmale einer Borderline-Störung Symptome » Entstehung « Pathodynamik
Dezente psychotische Erlebnisse in der Form von paranoiden Vorstellungen, d.h. der Betreffende fühlt sich verfolgt, von seiner Umwelt fortdauernd mißverstanden. Typisch ist auch, daß sich Borderline-Patienten nach einer vorangegangenen Psychotherapie subjektiv schlechter fühlten. Die anti-soziale Persönlichkeit ist nicht gleichbedeutend mit sozialer
Desintegration. Im Gegenteil verfügen Borderline-Patienten häufig
über eine gute soziale Integration, die allerdings von Inkontinuität
gekennzeichnet ist, d.h. die einzelnen Bindungen sind intensiv, aber instabil.
Die persönliche Bedeutung einer engen Beziehungsperson wird häufig
abgewertet und der andere diskreditiert oder verdeckt manipulativ beeinflußt.
Typische Mittel hierzu sind z.B. somatische Klagen, provokative Handlungen,
oder irreführende Botschaften. Borderline-Patienten fühlen sich
in ihren Beziehungen auffallend häufig verletzt oder als Opfer (masochistische
Beziehung). Abhängigkeitsprobleme von Borderline-Patienten zeigen
sich häufig in der aktuellen Unterstützung oder dem Erhalt von
Ratschlägen und Richtlinien durch eine wichtige Beziehungsperson."(ebd.
S.245)
Impulsivität oder Unberechenbarkeit im Triebbereich im Sinne der
Impulsneurose, instabile zwischenmenschliche Beziehungen mit ausgeprägten
Entwertungen oder Idealisierungen, heftige unintegrierte Affekte (vor allem
Wutzustände und abrupt wechselnde Stimmungslagen), Gefühl des
Nicht-alleine-sein-Könnens und eine depressive Isolierung, chronische
Gefühle von Leere und Langeweile sowie Tendenzen zu körperlichen
Selbstschädigungen.(Janssen, Paul L.:Inszenierungen
der Borderlinestörung. In: Praxis der Psychotherapie und Psychosomatik
35. 1990. S.2)
Die Psychopatie (Soziopatie) oder: Wer mich nicht mag, den trifft der Schlag In der Psychopathologie des Borderline-Patienten führt die aggressive Durchdringung des Größen-Selbst zu einem bösartigen Narzißmus, d.h er fühlt eine innere, "selbstverständliche" Grandiosität in Kombination mit Grausamkeit oder Sadismus und schweren paranoiden Persönlichkeitszügen. Zwischenmenschliche Beziehungen entbehren für ihn jeden gemeinverständlichen Wertes, seine eigene innere Beziehungswelt ist zerstört. Diese Menschen besitzen eine extreme und gewöhnlich nicht behandlungsfähige Über-lch-Pathologie. Eine Resozialisierung ist meist völlig aussichtslos, weil sie unfähig sind, auch nur die geringste Hilfestellung anzunehmen oder sich von anderen Menschen sagen zu lassen, was sie tun dürfen und was nicht. Sie entziehen sich somit der Einwirkung jeglicher moderner Strafmaßnahme. Der Narzißmus (Normopatie} oder: Ich bin Gott - Beziehung als Beifall Der Borderline-Patient sucht seinen Narzißmus zu befriedigen,
indem er für sein Verhalten Anerkennung und Lob von seiner Gruppe,
Partei, Nation sucht. Er ist geradezu abhängig davon, Zeichen der
Bestätigung wahrzunehmen. Wird er zurückgewiesen, stellt dies
eine tiefe und ernsthafte Kränkung für ihn dar. Anstatt jedoch
aus einer Zurückweisung den Schluß zu ziehen, daß er sein
Verhalten zu ändern habe, besteht er weiterhin darauf, Befriedigung,
Verständnis und Bekräftigung der eigenen Haltung zu bekommen
oder er fühlt sich derart tief gekränkt, daß er sich aus
der drohenden inneren Leere nur durch körperliche Stimuli (einen Kampf
anzetteln, das Stürzen in waghalsige Unternehmungen, Zufügen
von Schmerzen) wieder ein Gefühl des Wirklichseins verschaffen kann.
Prä-ödipale psychische Entwicklungsstufen Prä-ödipale Symptomatik oder Wer meine Gier nicht befriedigt, den hasse ich Der Borderline-Patient ist ein außerordentlich gieriger Mensch,
dessen Bild einer befriedigenden Existenz beinhaltet, daß andere
alles für ihn tun, er weder Dankbarkeit noch Anerkennung zeigt und
auch nicht gewillt ist, irgendwelche Verantwortung zu übernehmen.
Doch dieser Mensch ist Mitglied unserer Gesellschaft. Er hat durchaus den
Wunsch, geliebt zu werden, aber das bedeutet für ihn nicht, daß
andere ihn als anderen erkennen und daß er einen anderen als anderen
erkennt und ihn in seinem Anders-sein akzeptiert. Er möchte vielmehr,
daß andere Menschen und der Staat schlechthin alles für ihn
tun, daß Gesellschaft und Staat sich für ihn ändern und
sich nach ihm richten, daß er gefüttert und versorgt wird. Liebe
bedeutet für ihn, daß der Andere sich von ihm ausnutzen und
auspumpen läßt, wie er dies einst von seiner Mutter erwartet
hat.
Klinische
Merkmale für das Vorliegen einer Borderline-Störung sind folgende
Symptome:
Klußmann, R.: Psychoanalytische Entwicklungspsychologie, Neurosenlehre, Psychotherapie. Berlin 1988. Mahler MS.: Die Bedeutung des Loslösungs- und Individuationsprozesses für die Beurteilung von Borderline-Phänomenen, Psyche 1975 (Stuttgart) 29:1078-1095 Meissner WW.: Theoretical assumptions of concepts of the borderline personality. J Am Psychoanal Assoc 1978 26: 559-598 Autor: Julian S. Bielicki,
Dipl.Psych.,
Psychologischer Psychotherapeut.
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Hinweis:Gardner zur Therapierbarkeit von Kindesentfremdern:(Eltern wie Richter) ZUM UMGANG DER JUSTIZ MIT KRANKHAFTEN PERSÖNLICHKEITSTÖRUNGEN ALS VERURSACHUNG VON SCHWER LÖSBAREN KONFLIKTEN IN SORGE.- UND UMGANGSRECHTSVERFAHREN (Siehe bei: Psychopathologie der narzißtischen Persönlichkeitsstörung
bei Borderline-Patienten und ihre Verstärkung bei Verlustängsten)
Parental Alienation Syndrome (2nd Edition)
Gardner zur Therapieresistenz von narzißtisch gestörten Persönlichkeiten Einige Gerichte verlassen sich sehr naiv auf die therapeutische Intervention, um mit PAS-FAMILIEN umzugehen. Therapie in solch einer Situation anzuordnen, ist oft ein richterlicher Rückzieher. Das hat lediglich eine Alibifunktion für den anordnenden Richter, der sich nicht dem Vorwurf aussetzen will, nichts zu tun. GARDNER hat wiederholt dargelegt, daß ERZEUGER VON PAS, von seltenen Ausnahmen abgesehen, keine Kandidaten für eine Therapie sind ! Kandidaten für eine Therapie brauchen Einblick in die Tatsache, daß sie psychologische Probleme haben, und die Einsicht in die Notwendigkeit, sich zu ändern. Die gewaltige Mehrheit von PAS-ERZEUGERN erfüllen keines dieser Kriterien. Es ist ziemlich üblich, daß Familienrichter Kinder in eine Therapie bestellen und möglicherweise jedes Kind einem anderen Therapeuten zuteilen. Das ist aber gerade das, was ERZEUGER VON PAS wollen, weil die Zeit auf ihrer Seite ist. Die Tatsache, daß sich das Gericht auf eine Therapie verläßt,
ermöglicht es ihnen erst, das Verfahren zum scheitern bringen. Zu
derselben Zeit, wo die "Therapie" läuft, fährt der ERZEUGER VON
PAS damit fort, das Kind zu indoktrinieren, gerichtliche Anordnungen
zu ignorieren (und zu unterlaufen). In der Regel stellt er zu seinem
Vorteil fest, daß er es sanktionslos tun kann, weil er sich auf die
Untätigkeit des Richters verlassen kann, der sich nur selten traut,
die von GARDNER beschriebenen, strengeren und
voraussagbar wirksameren Maßnahmen anzuordnen.
Literatur:
Susan Schulze, Referat: Hilflose Helfer: Teil 2:Narzißmus, 1998 |
| Links:
Julian S. Bielicki, Dipl.Psych., Psychologischer Psychotherapeut. Odipus bei Pardon (jpg-Datei) zum Thema "Psychologie und der Narzißmus" |
| Autor: Julian S. Bielicki, Dipl.Psych., Psychologischer Psychotherapeut. |
| Datum 00.00.0000 G*A*B - Datum: 28.09.99 Mail: "J.S.Bielicki" <j.s.bielicki@GEOD.GEONET.DE> |
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